Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen
Wenn ein Familienmitglied psychisch erkrankt, benötigen auch Angehörige Information, Beratung und Entlastung. Der Landesverband hilft Ihnen dabei, die Situation besser einzuordnen, geeignete Ansprechpartner zu finden und die eigene Überforderung sowie Fürsorge und Selbstfürsorge im Blick zu behalten.
Ganz gleich, ob Ihr Partner, Ihr Kind, ein Elternteil, ein Geschwister oder ein anderer nahestehender Mensch betroffen ist: Bleiben Sie mit Ihren Fragen und Sorgen nicht allein. Unterstützung bieten unter anderem Angehörigengruppen, Beratungsangebote, Veranstaltungen, Workshops, Alltagshilfen und Informationen über das psychiatrische Versorgungssystem.
Wo finden Angehörige Unterstützung?
Je nach persönlicher Situation benötigen Angehörige unterschiedliche Formen der Unterstützung. Die folgenden drei Bereiche führen zu Informationen für den Alltag, zu Austauschmöglichkeiten und zu Anlaufstellen im psychiatrischen Hilfesystem.
Alltagshilfe und Rat für Familien
Hier finden Sie Orientierung für das Zusammenleben mit einem psychisch erkrankten Menschen, für den Umgang mit Belastungen sowie für Fragen zu Kommunikation, Grenzen und Selbstfürsorge. Zur Alltagshilfe
Angehörigen- und Selbsthilfegruppen
In Angehörigengruppen können Sie Erfahrungen austauschen, Entlastung finden und gemeinsam mit anderen neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Zu den Angehörigengruppen
Psychiatrie-Wegweiser
Der Psychiatrie-Wegweiser erläutert wichtige Einrichtungen und Hilfsangebote und unterstützt Sie dabei, passende Anlaufstellen zu finden. Zum Psychiatrie-Wegweiser
Häufige Fragen
Wo erhalten Angehörige psychisch erkrankter Menschen Hilfe?
Angehörige können sich an Beratungsstellen, Selbsthilfe- und Angehörigengruppen, Sozialpsychiatrische Dienste und den Landesverband wenden. Welche Anlaufstelle geeignet ist, hängt von der persönlichen Situation und der Dringlichkeit ab.
Was kann ich tun, wenn mein Angehöriger keine Hilfe annehmen möchte?
Auch wenn die erkrankte Person zunächst keine Hilfe annehmen möchte, können Angehörige selbst Beratung in Anspruch nehmen. Dort können sie die Situation einordnen, Handlungsmöglichkeiten besprechen und lernen, die eigenen Grenzen zu wahren.
Ist Selbsthilfe auch für Angehörige gedacht?
Ja. Angehörigenselbsthilfe richtet sich ausdrücklich an Familienmitglieder und andere nahestehende Personen eines Betroffenen. Der eigene Austausch und die gegenseitige Unterstützung stehen dabei im Mittelpunkt.