Hilfe bei psychischen Krisen und Notfällen
Bei unmittelbarer Gefahr
Besteht akute Gefahr für die betroffene Person oder andere Menschen, wählen Sie den Notruf 112.
Bei dringenden gesundheitlichen Problemen außerhalb der regulären Sprechzeiten, die nicht lebensbedrohlich sind, erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117.
Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar.
Die Abgrenzung zwischen 112 und 116117 entspricht den Informationen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Die Telefonnummern der TelefonSeelsorge sind auf deren offizieller Website angegeben.
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Eine psychische Krise kann schnelles Handeln erforderlich machen. Welche Hilfe geeignet ist, hängt davon ab, ob eine unmittelbare Gefahr besteht, eine dringende medizinische Einschätzung benötigt wird oder ein beratendes Gespräch Entlastung bieten kann.
Wann handelt es sich um einen akuten Notfall?
Ein akuter Notfall liegt insbesondere dann vor, wenn unmittelbare Lebensgefahr besteht oder die betroffene Person sich selbst oder andere Menschen akut gefährden könnte. Wählen Sie in diesem Fall den Notruf 112. Versuchen Sie nicht, eine gefährliche Situation allein zu bewältigen, und achten Sie auch auf Ihre eigene Sicherheit.
Welche Hilfe gibt es außerhalb der Praxiszeiten?
Bei dringenden gesundheitlichen Beschwerden außerhalb der üblichen Sprechzeiten, die nicht lebensbedrohlich sind, erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Für ein entlastendes Gespräch ist die TelefonSeelsorge Tag und Nacht unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123 erreichbar.
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Was können Angehörige in einer Krise tun?
Bleiben Sie möglichst ruhig, sprechen Sie klar und vermeiden Sie Auseinandersetzungen, die die Situation weiter zuspitzen könnten. Holen Sie fachliche Unterstützung hinzu, wenn Sie die Gefahr nicht sicher einschätzen können. Bei unmittelbarer Gefahr gilt: Abstand halten, die eigene Sicherheit beachten und den Notruf 112 verständigen.
Regionale Krisendienste und Sozialpsychiatrische Dienste
Krisenangebote sind regional unterschiedlich organisiert. Informationen erhalten Betroffene und Angehörige unter anderem bei örtlichen Sozialpsychiatrischen Diensten, Gesundheitsämtern und psychiatrischen Kliniken. Klären Sie möglichst frühzeitig, welche Stelle in Ihrer Region zuständig und zu welchen Zeiten sie erreichbar ist.
Unterstützung nach der akuten Krise
Nach einer Krise kann es hilfreich sein, gemeinsam mit Fachleuten zu besprechen, welche Unterstützung künftig benötigt wird. Angehörige können auch selbst Beratung oder eine Angehörigengruppe nutzen und nach Möglichkeit einen persönlichen Krisenplan mit wichtigen Kontakten und nächsten Schritten vorbereiten.